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Umweltforum/NABU verteilen Saaten Von Eva Zimmerhof Münster - In der Antike war er ein Sinnbild für Unsterblichkeit, heute ist der Schmetterling vom Aussterben bedroht. Um mehr Natur in die Gärten zu bringen und damit auch dem farbenprächtigen Falter wieder mehr Nahrungsquellen zu bieten, verkaufen derzeit das Umweltforum und der NABU Münster Wildblumensaaten. Die Aktion ist ein Beitrag zur Kampagne „Münster bekennt Farbe“ des städtischen Amts für Grünflächen und Umweltschutz.
„Mit vielen exotischen Blüten können die heimischen Insekten gar
nichts anfangen“, weiß Dr. Thomas Hövelmann (NABU). „Dazu kommen die
zahlreichen Züchtungen, die überhaupt keine Pollen mehr besitzen.“ So
gaukelt der bunte Papillon immer öfter hungrig durch die Gärten – und
wird immer seltener. „Mit dem Verkauf der Wildblumensaaten wollen wir
die heimische Insekten- und Pflanzenwelt fördern“, erklärt Anke Feige
vom Umweltforum. „In Geschäften sind Samen solcher heimischen Pflanzen
nur selten erhältlich.“ Nun gibt es neben der Mischung „Für
Schmetterlinge“, unter anderem bestehend aus Kornblumen und
Färberkamillen-Samen, zudem die Variante „Bienenfreundlich und
duftend“, in der Aniskraut und Feld-Thymian enthalten sind. Die
Wildblumen würden besonders an sonnigen Orten im Garten oder auf dem
Balkon gut gedeihen und bis in den Spätsommer blühen, so Feige. Die
beste Saatzeit sei in den Monaten März und April. Im
Geistviertel will Susanne Stallmann vom Bewohnerverein Weißenburg für
die Wildblumen werben und damit an eine Aktion für die heimische
Bienenbevölkerung anknüpfen. In der autofreien Siedlung am Freiburger
Weg hatten im Vorjahr zahlreiche Anwohner Nisthilfen an ihren Balkonen
angebracht. Für Bienen-Heime ist dort also gesorgt, nun sollen die
Tiere noch angefüttert werden. Zu kaufen gibt es das Saatgut
übrigens im Umwelthaus in der Zumsandestraße zu den Öffnungszeiten des
Umweltforums (wochentags von 9 bis 12 Uhr) und des NABU-Büros
(donnerstags 16 bis 18 Uhr). |