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Münster sucht Mitstreiter im Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ / Gestern Auftakt Von Bruni Frobusch Münster – Die einen wollen „zertrampelte Pflanzen am Spielplatz“ ersetzen, die anderen „Löcher im Beet mit bunten Blumen schließen.“ Dritte versprachen, „Pflanzen nicht mehr abzureißen.“ Keine Frage: Die Kinder der Martini- und der Eichendorffschule Angelmodde haben verstanden, um was es geht. Sie waren gestern zur Eröffnung der Kampagne „Münster bekennt Farbe – Machen Sie mit!“ eingeladen und erfuhren nach einem Rundgang durch den winterweißen Botanischen Garten eine Menge über die Natur der Aktion.
Flower-Power-Bewegung Ob
auf dem Balkon, im (Vor-)Garten, auf dem Dach oder vor dem Laden – die
Münsteraner sind aufgefordert, ihre Stadt zum Erfolg zu tragen. Denn:
Münster beteiligt sich am bundesweiten Wettbewerb „Unsere Stadt blüht
auf“ und „macht sich damit ein Geschenk“, wie Oberbürgermeister Dr.
Berthold Tillmann gestern zum Auftakt der Aktion im Hörsaal des
Botanischen Institutes sagte. Es geht nicht allein um die Ehre, sondern
auch um noch mehr Lebensqualität durch prächtige Balkonkästen, durch
die Übernahme von Patenschaften für Baumscheiben oder Bachläufe, durch
Kräutergärten in Kindergärten. Lebensqualität, die Münster zur
lebenswertesten Stadt 2004 machte. Tillmann hofft nun auf eine neue
„Flower-Power-Bewegung“. Kreisgärtnermeister
Erich Welling hatte die Idee gesät und setzt mit vielen Paten darauf,
dass sie Früchte tragen wird. Mit von der Partie sind die Landwirte,
die größere Flächen zu blühenden Wiesen machen wollen, wie Heinz-Georg
Buddenbäumer als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes
bekräftigte. Hendrik Eggert (Hotel-und Gaststättenverband) versprach
„auch die Pilsblume nicht zu vernachlässigen“ und die Mitgliedsbetriebe
zu noch mehr Blumenschmuck vor Fenstern, auf Tischen und in der
Außengastronomie zu animieren. Gleiches gilt für Michael Radau
(Einzelhandelsverband) für Geschäfte und Auslagen. Fachleute zur Seite Klemens
Nottenkemper (Wohn + Stadtbau) kündigte acht Blumenmärkte an „Jederr
bekommt vier Blumengeschenkt, der Rest wird zum Selbstkostenpreis
abgegeben.“ Außerdem werde ein Wettbewerb für den schönsten
Blumenschmuck ausgelobt. Die Fachleute der Kleingärtner, Gartenbauer
und die Naturschützer wollen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Anregungern
gibt es auch im Botanischen Garten hinter dem Schloss. „Bei uns ist
immer etwas Neues zu sehen“, lädt der Leiter der Uni-Einrichtung, Prof.
Dr. Focke Albers, zum Besuch ein. |