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Wettbewerb: „Münster bekennt Farbe“ Von Maria Meik Münster – Sah ein Knab’ ein Röslein stehn’…Hört sich gut an – doch es reicht nicht! Mit einem Röslein hier und einem Rhododendronbusch dort, wird Münster keinen Eindruck schinden, wenn die Jury im Sommer die Westfalenmetropole besucht, um den Blütenstand dieser lebenswerten Stadt zu benoten. Und dieser muss prächtig sein. Denn es steht mal wieder allerhand für das preisverwöhnte Münster auf dem Spiel, wenn es gleich nach dem Abtauen der Eisblumen heißt: „Münster bekennt Farbe.“
Gestern fiel der Startschuss für den bundesweiten
Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“. Das Amt für Grünflächen und
Umweltschutz hatte an einen Ort eingeladen, der passender hätte nicht
sein können – den Botanischen Garten mit seinem urigen Hörsaal, in dem
Stadtbaurat Gerhard Joksch munter-blumig moderierte. Und alle, die an
der Vorlesung teilnahmen – von Knaben ohne Röslein, dafür aber mit
Primeln – bis hin zu gestandenen Mannsbildern – blühten regelrecht auf.
Darunter zwei dritte Klassen der Eichendorff-Grundschule Angelmodde und
der Martini Grundschule genauso wie Bauer Georg Buddenbäumer,
Oberbürgermeister Berthold Tillmann oder Hendrik Eggert vom Hotel- und
Gaststättenverband, der in der Aktion auch schmunzelnd die „Pilsblume“
einfließen ließ. „Ich finde es hier richtig
Klasse“, befand Nadine von der Martini-Schule. Und freute sich über die
Narzisse, die sie als Botschafterin weiterträgt. „Ich möchte sie in der
Schule züchten.“ Dagegen möchte es Anja ihren Großeltern durch die
Blume sagen, genauer durch die Primel, beim Bundeswettbewerb
mitzumachen. Den hatte Kreisgärtnermeister Erich Welling angeregt: „Wir
wollen vom Kreisverband einiges auf den Weg bringen. Auch wenn man sich
bücken und handgreiflich werden muss.“ Allesamt
platzierten sich die jungen Blumen-Botschafter, die gar nicht grün
hinter den Ohren sind, im alten Hörsaal mit Vertretern aus
Landwirtschaft, Wohn- und Stadtbau, Kleingärtnern, Einzelhandel- und
Naturschutzbund, die quer durch die Bank ein Faible für alles Blühende
haben. Mit Primel oder Narzisse ausgestattet, gaben die kleinen und
großen Herrschaften ein herrlich buntes Bild ab. „Eine Variante von
Flower-Power, die mich begeistert“, freute sich der Oberbürgermeister.
Ebenso Prof. Dr. Focke Albers vom Botanischen Institut, der gestern
darauf tippte, dass die Bewerbung ein Erfolg wird. Warum
sollte der Professor nicht Recht behalten, weiß er doch, dass
Münsteraner sich nicht lumpen lassen, wenn es darum geht, ihre Stadt zu
präsentieren. „Wir kriegen das hin, wenn sich alle Bürger beteiligen“,
liegt doch diese Art von Vertrag für den OB im grünen Bereich. Wenn
Münster die Jury becirct, dann könnte die Stadt für den europäischen
Wettbewerb „Entente Florale“ vorgeschlagen werden. Also rein in die
Rabatten, gerupft und gepflanzt. Es lohnt sich auf Wiesen und Feldern,
in Schulen und Gebäuden, vor Cafés, Restaurants und Geschäften, auf
Terrassen und Balkonen Münster eine blühende Visitenkarte zu verpassen.
Weitere Informationen erteilt Marc A. Endres unter Telefon 52 12 00.
> www.muenster-bekennt-farbe.de |