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Münster siegt im Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ / Jetzt wartet Europa Von Heike Hänscheid Münster - Dass sich begeisterter Jubel durchaus noch steigern lässt, zeigten gestern rund 50 Münsteraner, die mit nach Mainz in den ZDF-Fernsehgarten zur Preisverleihung im Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ gefahren waren: Nach dem Goldmedaillen- Beifall gab es frenetischen Applaus für das „Sahnehäubchen“: Münster wird Deutschland 2007 beim europäischen Wettbewerb vertreten! 15 Städte hatten sich um den Titel beworben und offenkundig hatte der Jury am besten gefallen, was sie bei ihrer Besichtigungstour am 13. Juli sah. Die Juroren erlebten die Domstadt per Fahrrad auf der Promenade, im Boot auf dem Kanal, zu Fuß in der Altstadt oder vom Oldtimer-Bus aus: „Münster hat eine Vorreiterrolle im Umwelt- und Naturschutz eingenommen“, heißt es u.a. in der Bewertung, die eine der vier vergebenen Goldmedaillen nach sich zog.
Bürgermeisterin Karin Reismann hatte bereits auf der Hinfahrt
grenzenlosen Optimismus versprüht – obwohl kein Sterbenswörtchen über
die Entscheidung bekannt geworden war. Die Spannung war entsprechend
groß im Bus mit Stadtbaurat Gerhard Joksch, Grünflächenamtsleiter
Holger Bruns, Kreisgärtnermeister Erich Welling als nimmermüdem
Impulsgeber für die Teilnahme Münsters sowie Vertretern von Vereinen
und Verbänden vom Kleingarten Große Dahlkamp bis zum Heimatverein
Nienberge. Hingucker Pavillon Charmant moderierte Babette
Einstmann die Preisverleihung, nachdem sich die Teilnehmer in der
bekannten TVKulisse präsentiert hatten: Auch hier stachen Münsters
Pavillons, Blumen geschmückt von der Hiltruper Gärtnerei Dahlmann,
hervor und waren rasch umlagert, sehr zur Freude von Projektleiter
Wolfram Goldbeck. Als dann klar war, dass das vielseitige
bürgerschaftliche Engagement mit dem beeindruckenden Einsatz der
Verwaltung für diesen Prestige- Wettbewerb zum Gold geführt hatte,
stieg die Spannung noch einmal: Wer wird 2007 die Ehre haben,
Deutschland unter 12 Ländern im Europa-Wettbewerb „Entente Florale“ zu
vertreten? In der Anmoderation reichte bereits die Jahreszahl „1648“,
um auf der Tribüne die pinkfarbenen Plakate emporschnellen zu lassen:
„Das Spiel geht weiter!“ jubelte man. Unter rotem
Papierblüten- Regen gratulierten die anderen Teilnehmer Bürgermeisterin
Reismann, während Erich Welling völlig versunken das Symbol dieser
neuen Herausforderung – die geschenkte Europaflagge – an sich drückte.
Ideen blühen schon Der Anruf bei Oberbürgermeister Tillmann („Das
zweite Gold kostet Geld!“ teilte ihm seine Stellvertreterin
geradeheraus mit) ging fast im Jubel unter. Und auf der Rückfahrt
blühten die Ideen für den Europa- Wettbewerb. |