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Briten beteiligen sich an „Münster bekennt Farbe“ / Schönste Siedlung gesucht Von Jens Kampferbeck Münster. Jeder Hippie hätte seine Freude: Soldaten legen ihre Gewehre beiseite, nehmen stattdessen Spaten und Harke und pflanzen Blumen. Ganz so weit wird es in Münster zwar nicht kommen, aber dennoch werden sich viele britische Soldaten und deren Familien vermehrt als Gärtner betätigen.
Denn die in Münster stationierten Briten sind bei der Aktion
„Münster bekennt Farbe“ mit im Boot. Insgesamt 45 Straßenzüge mit über
800 von Briten bewohnten Häusern sollen sich in wahre Blumenmeere
verwandeln. „Wir fühlen uns als Münsteraner und wollen die Stadt
schöner und heller machen“, sagte gestern Julian Knowles. Der
ehemalige Major der britischen Armee betreut die Aktion auf britischer
Seite. Die verschiedenen Siedlungen der Briten treten dabei in einem
eigenen Wettbewerb gegeneinander an. Eine Jury soll diese Vorgärten
unter die Lupe nehmen und bewerten. Der schönsten Siedlung
zwischen Gremmendorf und Gievenbeck winkt eine Auszeichnung. Die Briten
wollen nach Aussage von Knowles dabei buchstäblich Farbe in Münsters
Gartenlandschaft bringen. „Während die Deutschen auf Geranien stehen,
bevorzugen wir eher Fleißige Lieschen“, meinte der Brite und fügte
augenzwinkernd hinzu: „Unsere Blumen stehen nicht so sehr in Reih und
Glied.“ Mit der Beteiligung der Briten erhofft sich Münster auch
ein besseres Abschneiden beim europäischen Wettbewerb "Entente
Florale“. Wichtigster Tag ist der 13. Juli, wenn eine Jury Münsters
florale Inszenierungen bewertet. „Die Beteiligung der Briten wird bei
den Juroren sicher punkten“, sagte Wolfram Goldbeck vom Grünflächenamt. An diesem Tag soll auch ein Panzer in der York-Kaserne mit Blumen geschmückt werden. Hippies hätten ihre Freude . . . |