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Sieg beim Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ / 2007 folgt Europa-Entscheid Von Maria Meik Münster. Gold! Gold! Gold! Münster ist seit gestern im Goldrausch – und Erich Welling hat eine Fahne. Nicht irgendeine, sondern die Europafahne! Im ZDF-Fernsehgarten in Mainz hatte Münster die Nase vorn beim Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“. Die lebenswerteste Stadt der Welt überzeugte die Jury und holte nicht nur Gold, sondern setzte noch einen drauf, indem sie sich im nächsten Jahr mit zwölf Städten beim Europawettbewerb „Entente Florale“ messen darf.
Kreisgärtnermeister Erich Welling – der Motor dieses Wettbewerbs –
war überwältigt. „Ich habe mit dem gerechnet, was wir verdient haben.
Und das haben wir gekriegt.“ Überglücklich fiel er der ersten
Bürgermeisterin, Karin Reismann, um den Hals, als Münster ein zweites
Mal vor rund 1000 Zuschauern auf die Bühne geholt wurde. Heiner Bruns,
Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz, strahlte mit
Stadtbaurat Gerd Joksch um die Wette bei diesem grandiosen Ergebnis.
Rosenblätter aus Papier in knallrot rieselten auf die Sieger nieder,
die mit insgesamt 15 Städten ins Rennen gingen. Darunter Eckernförde,
Gotha, Hameln, Lippstadt, Guben und Muggensturm. Allesamt kehrten die
Städte an den Ständen rund um die Spielfläche des Fernsehgartens ihre
Schokoladenseiten hervor, in dem Babette Einstmann den Entscheid
moderierte, der gespickt war mit Grußworten. Darunter von
MinisterialdirektorDr. Jörg Wendisch. Er nahm die Ehrungen
stellvertretend für Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer vor.
Karl Zwermann, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, unterstrich,
dass die Stärke dieses Wettbewerbs im bürgerlichen Engagement liege.
Und dass lebendige Städte das Herz einer Region seien. Die Spannung
stieg. Ging doch die Verleihung der Medaillen und Urkunden der Entente
Florale Deutschland in alphapetischer Reihenfolge über die Bühne. Und
da war Muggensturm (Baden-Württemberg) vor Münster dran – und holte
Bronze. Da konnte es nur noch Gold für Münster geben! Doch erst nach
einer kurzen Sendepause. Als Münster dann als einzige Stadt als
Teilnehmer am europäischen Wettbewerb bekannt gegeben wurde – es
reichte bei der Vorstellung dieser Friedensstadt einleitend nur die
Jahreszahl 1648 – brach Jubel aus. Da flogen Die mit bekennenden
Plakaten bestückten Hände zum Himmel. Hatte Umweltreferent
Achim Specht die Busladung doch vorab so richtig eingestimmt, wie es
abgehen soll, wenn Münster ins Spiel kommt. In aller Herrgottsfrühe
machten sich Vertreter von Gruppierungen, Verbänden und Vereinen, die
bei der Wettbewerbs-Kampagne mitgemischt hatten, auf den Weg zum ZDF.
Die Stimmung war super und der Service an Bord perfekt. Stadtbaurat
Gerd Joksch bot leckere Brötchen an und schenkte Kaffee aus.
In Mainz angekommen, war Münster schon aufgebaut. Projektleiter Wolfram
Goldbeck, Uschi Sander (Amt für Grünflächen und Umweltschutz) und
Martin Dahlmann (stellv. Kreisgärtnermeister) machten die Stadt
schmackhaft. Es hat sich gelohnt. |