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Soldaten unterstützen „Entente Florale“ Von Christoph Walter Münster - Mit einer eigenen blumigen Kür wollen die in Münster stationierten britischen Soldatenfamilien ihre Wahlheimatstadt im europäischen Wettbewerb „Entente Florale“ nach vorne bringen. Die Truppenkräfte der „Four Brigade“ und ihre Angehörigen werden ihre privaten Vorgärten auf Vordermann bringen. „Wir verstehen diese Aktion aber nicht nur als Wettbewerbsbeitrag, sondern auch als Geste der Völkerverständigung in Münster“, betonte Major Julian Knowles bei der gestrigen Pressekonferenz.
Major Knowles ist für die britischen Wohnviertel in Coerde,
Gievenbeck und Gremmendorf verantwortlich. „846 Haushalte werden sich
an unserer Initiative beteiligen“, kündigte er an. Mit bunt bepflanzten
Blumenkästen, florierenden Beeten und schmucken Grünstreifen entlang
der Straßen werden die Briten in den kommenden Wochen für Münster Farbe
bekennen. „Im Gegensatz zu den Deutschen bevorzugen wir Engländer
allerdings Fleißige Lieschen statt roter Geranien“, verriet Knowles
schmunzelnd. Teamgeist gefragt Hobbygärtner im Alleingang
sind beim „Münster in Bloom“-Contest weniger gefragt. Hier steht der
Teamgeist im Vordergrund. Knowles: „Eine Jury, der sich auch
Bürgermeisterin Karin Reismann angeschlossen hat, wird komplette
Straßenzüge bewerten.“ Die Wohnviertel wurden bereits in 45
teilnehmende Areale aufgeteilt. Als Hauptpreis winkt eine
Siegerplakette, die von der TKS-Telefongesellschaft gestiftet wird. Blumen-Panzer Den
Soldatenfamilien geht der Beitrag leicht von der Hand. „Schließlich
wohnen die meisten von uns schon seit Jahrzehnten in der Stadt und
fühlen sich als Münsteraner“, erklärte der Major im Namen der
britischen Mitbürger. Zugleich verwies er auf einen weiteren
militärischen Beitrag zum „Entente Florale“-Wettbewerb: „Wenn die
Jury-Kommission am 13. Juli nach Münster kommt, werden wir in der York-
oder in der Oxford-Kaserne zum Zeichen des Friedens drei Panzer über
und über mit Blumen dekorieren“, so Knowles. Wolfgang Goldbeck
vom städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz begrüßt das
Engagement der Briten vor Ort. Gerade auch im Hinblick auf den „Entente
Florale“-Contest. Goldbeck: „So wird Münster auch in Sachen
Internationalität punkten können.“ |