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Experten-Jury bewertet grüne Qualitäten Münster · Wenn die Jury-Mitglieder der „Entente Florale“ am morgigen Donnerstagmorgen in der Rüstkammer des Rathauses von Bürgermeisterin Karin Reismann und Stadtdirektor Hartwig Schultheiß begrüßt werden, liegt ein arbeitsreicher, aber auch spannender Tag in Münster vor ihnen. Acht Stunden nehmen sich die Fachleute für Gartenbau, Stadt- und Landschaftsplanung sowie Tourismus Zeit, um sich vor Ort ein Bild von Münsters grünen Qualitäten zu machen. Dabei werden sie – natürlich in Begleitung ortskundiger Experten vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz – zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Schiff unterwegs sein. Vorsitzender der Jury ist Dr. Rüdiger Kirsten vom Bund deutscher Landschaftsarchitekten. „Wir freuen uns auf die Jury und sind bestens vorbereitet“, sagt Stadtdirektor Hartwig Schultheiß mit Blick auf die über 100 großen und kleinen Initiativen für mehr Grün in der Stadt, die in den vergangenen Monaten entstanden sind.
Mit der Kampagne „Münster bekennt Farbe“ wirbt die Stadt seit Anfang
des Jahres offensiv für den bundesdeutschen Wettbewerb der „Entente
Florale“. Hartwig Schultheiß: „In einer Gemeinschaftsaktion von
Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgern ist es gelungen,
unglaublich viele Kräfte für eine nachhaltige Stadtbegrünung zu
mobilisieren. Damit steht für uns, unabhängig vom Ausgang des
Wettbewerbs, schon jetzt fest, diesen Weg werden wir beharrlich
weitergehen.“ Das städtische Amt für Grünflächen und Umweltschutz
hat eine Route mit 15 Stationen für die acht Jury-Mitglieder
zusammengestellt. „Bei der Auswahl haben wir uns von
Bewertungskriterien für den bundesweiten Wettbewerb leiten lassen“,
erläutert Amtsleiter Heiner Bruns. Punkten möchte die Stadt mit ihrem
fast idealtypischen Grünsystem, mit ihrer Grünordnung, die als
gesamtstädtisches ökologisches Konzept die städtebauliche Entwicklung
entscheidend beeinflusst, mit den vielen öffentlichen Parks,
Spielplätzen, Friedhöfen und Kleingärten, mit einer Ressourcen
schonenden Gewerbeflächenentwicklung und natürlich mit dem Engagement
ihrer Bürger für die Stadtbegrünung. Die Tour beginnt in der
Altstadt und führt unter anderem über die Promenade ins Kreuzviertel.
Weitere Stationen sind die Kleingartenanlagen, der Gewerbepark
Loddenheide und der Aasee. Auch besonders lauschige Privatgärten wie
der Rosengarten der Familie Lüerßen an der Hollenbeckerstraße, der
Apothekergarten an der Neubrückenstraße und der Bischofsgarten am
Aaseitenweg öffnen für die Jury ihre Pforten.
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