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Exotik gehört nicht ins Reisegepäck |
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Samstag, 9. Juni 2007 |
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Botanischer Garten zeigt Ausstellung über gefährdete Pflanzenarten
Münster. Nicht jedes Mitbringsel aus dem Urlaub eignet sich, um ein Quentchen des Ferien-Feelings zu bewahren. Im Gegenteil, manches Souvenir birgt gleich mehrfach Risiken. Zum Beispiel exotische Pflanzen, die aus fernen Ländern in die Heimat eingeführt oder gar geschmuggelt werden. Herbert Voigt und Prof. Dr. Focke Albers, die Chefs im Botanischen Garten, haben eine Ausstellung zusammengestellt, die das Bewusstsein Reisender schärfen soll. Am Flughafen droht das böse Erwachen, wenn seltene Pflanzen oder Samen im Gepäck entdeckt werden.
Zwar sind die Zollbeamten keine Gärtner, aber auch ihre Wahrnehmung wird geschärft. Denn im Zuge ihrer Ausbildung besuchen sie auch den botanischen Garten, um einen Blick für gefährdete Arten zu entwickeln. Orchideen und Kakteen zählen zu den Objekten der Begierde von kenntnisreichen Sammlern oder von ignoranten Touristen. Viele Pflanzen, die vom Zoll konfisziert werden, landen im Botanischen Garten Münster, der als eine der "Auffangstation" fungiert. Die Ausstellung "Bedrohte Pflanzen im botanischen Garten - erleben und bewahren" läuft bis zum 1. Juli. Sie ist täglich von 8 bis 17 Uhr in der Orangerie zu sehen. |
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